Dipl.-Ing. Günter Walkner - Botschaftsrat für Agrar- und Umweltangelegenheiten in Russland
(akkreditiert in Russland, residiert in Moskau)
Kontakt: Österreichische Botschaft Moskau
Starokonyushennyj Per.1
Tel.: 007 (495) 790 79 45
Fax: 007 (495) 790 79 46
E-Mail: Austria@agraroffice.ru
Allgemeine Information über die Russische Föderation (Russland):
Fläche: Europa/Asien; 17 075 400 km2 (1. Weltrang)
Einwohnerzahl: 144 168 200 (Zählung 2002, 7. Weltrang)
Hauptstadt: Moskau (10 101 500 Einwohner)
Städte über 1 Mio. Einwohner: St. Petersburg (4 669 400 Einw.), Nowosibirsk (1 425 600 Einw.), Nischni Nowgorod (1 311 200 Einw.), Samara (1 158 100 Einw.), Omsk (1 133 900 Einw.), Kasan (1 105 300 Einw.), Tscheljabinsk (1 078 300 Einw.), Rostow am Don (1 070 200 Einw.), Ufa (1 042 400 Einw.), Wolgograd (1 012 800 Einw.), Perm (1 000 100 Einw.)
Währung: Rubel
Verwaltung: 7 Föderationsbezirke mit 89 Territorialeinheiten
Staats-/Regierungsform: Präsidialdemokratie mit föderativem Staatsaufbau
Staatsoberhaupt: Dmitry Medvedev (seit 7.5.2008)
Regierungschef: Wladimir Putin (seit 8.5.2008)
Landwirtschaftliche Nutzfläche
Gesamtlandwirtschaftsfläche: 220 Mio. Hektar (5. Weltrang). Landwirtschaftlich genutzt werden 197,6 Mio. Hektar, davon 120,9 Mio. Hektar als Ackerland.
Anzahl und Struktur der Betriebe
60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist in Privatbesitz. 90 Prozent der Flächen werden von 28 469 Agrarunternehmen mit einer durchschnittlichen Größe von 6 200 Hektar bewirtschaftet. 261 700 Private Landwirtschaftsbetriebe, mit einer durchschnittlichen Größe zwischen 30 und 50 Hektar bewirtschaften 7 Prozent der Fläche sowie 3 Prozent werden im Nebenerwerb mit einer Durchschnittsgröße von 0,1 – 0,5 Hektar bestellt. Die häufigste Unternehmensform stellen die Kooperativen mit über 50% dar. Während die Agrarunternehmen einen Anteil von 41% an der gesamten Landwirtschaftlichen Produktion leisten, sind der Beitrag der Privatbetriebe (2%) und die Produktion im Nebenerwerb (57%) wesentlich intensiver.
Erwerbstätige in der LW
Etwa 38,4 Mio. Menschen arbeiten im Agro-Industriekomplex. Die Beschäftigung im Landwirtschaftsektor beträgt etwa 13 Prozent (10 Mio.) der Erwerbstätigen, oder 60 Prozent der Beschäftigten im ländlichen Raum. Weitere 10 Prozent der Beschäftigten im ländlichen Raum arbeiten im Bereich des Agro-Indutriekomplexes.
Aktuelle Informationen zu Landwirtschaft und Umwelt:
Landwirtschaft
Landwirtschaftsministerium der Russischen Föderation
Ministerin Elena Skrynnik
Orlikow Per. 1/11
107139 Moskau
Tel.: +7- 495- 207 8362
Fax: +7- 495- 207 8000
http://www.mcx.ru/
Nationales Prioritäres Projekt zur Entwicklung der Landwirtschaft
Die Entwicklung des Agro-Industriekomplexes wurde vom Präsidenten zur Nationalen Priorität erklärt. Das Projekt des Landwirtschaftsministeriums enthält 3 Schwerpunkte: Entwicklung der Rinderzucht, Förderung der Klein- und Mittelbetriebe und zur Verfügungstellung von 21 300 Wohnmöglichkeiten für Jungfamilien und ExpertInnen im Ländlichen Raum. Für den Neubau und die Verbesserung bei Rinderzuchtanlagen werden bei Langzeitkrediten, 75% der Zinsen bis zu acht Jahre gefördert. Das Leasingsystem (OJSC Rosagroleasing) soll zu vermehrten Investitionen bei der Verbesserung des genetischen Zuchtmaterials bei Rindern (Ankauf von 100 000 Stück) und bei der Modernisierung der Ausrüstung (Ankauf von 130 000 Rinderstallungen) genutzt werden. Zur Unterstützung der Kleinproduzenten soll die Bankeninfrastruktur verbessert werden, Vereinigungen für die Produktverarbeitung- und den Verkauf (2 500 Vereinigungen) geschaffen werden sowie technische Unterstützung in der landwirtschaftlichen Produktion gefördert werden. Zielsetzung ist es die Milchproduktion um 4,5%, die Fleischproduktion um 7% und das Einkommen der Kleinproduzenten durch den erhöhten Produktverkauf um 6% zu steigern. Budgetmittel von 34,9 Mrd. Rubel, davon 16,2 Mrd. Rubel im Jahr 2006 und 18,7 Mrd. Rubel im Jahr 2007 wurden bereitgestellt.
Fünfjähriges Landwirtschaftsprogramm
Mit dem neuen Landwirtschaftsgesetz und dem resultierenden fünfjährigen Landwirtschaftsprogramm werden neben höheren Förderungen (bis +50% aus dem Regierungsbudget), auch konkrete Verantwortlichkeiten und Ziele für den Sektor avisiert. In Zusammenarbeit mit dem Finanzminister wurde ein Entwurf zu einem „Programm zur Entwicklung der Landwirtschaft und Regulierung der landwirtschaftlichen Produktion und des Lebensmittelmarktes von 2008 bis 2012“ erarbeitet. Damit wurden die Staatsförderungen von 60 Mrd. Rubel auf 100 Mrd. Rubel im Jahr 2009 angehoben und sollen im Jahr 2010 120 Mrd. Rubel betragen. Wachstumsraten um 4,1% im Jahr 2010, 3,6% im Jahr 2011 und 4% im Jahr 2012 werden prognostiziert. Die Gesamtkosten für das Fünfjahresprogramm werden auf 554 Mrd. Rubel geschätzt.
Aktuelle Pflanzliche Produktion
Die Getreideernte wird im Jahr 2009 voraussichtlich 93 Mio. Tonnen Getreide vetragen, verglichen zum Vorjahr mit 108 Mio. Tonnen. 19-20 Mio. Tonnen sind zukünftig für den Export vorgesehen. Von Jänner bis Oktober 2009 wurden 13,9 Mio. Tonnen exportiert, im Wert von 2,28 Mrd. $, verglichen zu 8,8 Mio. t im Wert von 2,3 Mrd. $ im Vorjahr. Die Erträge betrugen heuer 2420 kg pro Hektar, dies ist um 110 kg weniger als im Vorjahr. Mit 1. Oktober 2009 wurden 28,8 Mio. t Kartoffel (+7,2%) und 9,5 Mio. t Gemüse (+2,4%) geerntet.
Auf einer Fläche von 17,8 Mio. Hektar wurde heuer Wintergetreide angebaut, das ist um 5,6 % mehr als im Vorjahr. Die Ernte von Wintergetreide könnte damit im Jahr 2010 45 Mio. Tonnen Brutto betragen. Der Anbau von Wintergerste und Winterroggen wurde hingegen in allen wichtigen Anbaugebieten Russlands eingeschränkt, während sich der Anteil von Winterweizen an der gesamten Anbaufläche von Wintergetreide auf ein historisches Hoch bewegt.
Für die Interventionspolitik 2009/2010 am Getreidemarkt werden 218,2 Mio. € budgetiert. Dabei handelt es sich nicht um Haushaltsmittel, sondern um Bankkredite mit einer 13%igen Verzinsung. Mit einem Durchschnitt von 3.400 Rubel pro Tonne (79,22 Euro) waren die Getreidepreise in den ersten vier Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres so niedrig wie seit 2004 nicht mehr. Die durchschnittlichen Getreidepreise seit dem Beginn der Intervention am 2. November 2009 betragen bei 3. Klasse 4156,8 Rubel/Tonne , bei 4. Klasse 3575 Rubel/Tonne und bei Roggen 2497,4 Rubel/Tonne.
Erstmals wurde die Getreideintervention in Russland im Jahr 2001 eingeführt mit dem Ziel der Preisstabilisierung, danach 2005, 2006 sowie von 19. August 2008 bis 21. Mai 2009. Im letzten Jahr hatte die Regierung 8,06 Mio. Tonnen Getreide für 38,6 Milliarden Rubel erworben. Die Regierungsinterventionen zeichnen sich durch Kauf oder Verkauf aus zur Regulierung des Preises. Wenn die Preise fallen, kauft die Regierung zur Regulierung des Preises und wenn die Preise steigen wird Getreide aus den Interventionsfond verkauft zur Stabilisierung des Marktes. Der Handel erfolgt wöchentlich am Dienstag und Mittwoch. Die Kompetenz der Interventionen (2,5 – 10 Mio. t) liegt bei der „Vereinten Getreideorganisation (OJSC)“ und lag früher bei der „Agentur zur Regulation des Lebensmittelmarktes“, welche von Agrompromsoyuz (Agrarindustrieverband), worin 70 regionale Agrarverbände und 40 Unternehmen vertreten sind, gegründet wurde.
Zucker
Heuer wurden Zuckerrüben auf einer Fläche von 765.000 Hektar (82%) des Ziels angebaut. Dies entspricht einem Rückgang der Zuckerrübenproduktion um etwa 10%. Die Gründe sind witterungsbedingt, durch schwere Fröste im Süden Russlands. Die Zuckerrübenernte betrug im letzten Jahr über 25,9 Mio. t mit einer Gesamtzuckerproduktion von 5,9 Mio. Tonnen. Es wird heuer eine Zuckerproduktion von 4,859 Mio. t prognostiziert. Damit können 60% des Zuckerkonsums abgedeckt werden. Die Zuckerproduktion stieg im Jahr 2007 auf 6,069 Mio. t, das entspricht einem +4%igen Wachstum gegenüber dem Jahr 2006. Nach Information der Russischen Zuckererzeuger (Soyuzrossakhar) werden jährlich 6 Mio. t Zucker konsumiert. Nach Jahrzehnten konnte erstmals im Jahr 2007 der Zuckersektor einen Handelsüberschuss vorweisen und die Exporte bei Zucker um +89% auf 301 000 t steigern. Die Reduktion der Rohzuckerproduktion wird darauf zurückgeführt, dass Ende 2007 zahlreiche Betriebe große Mengen von Rohzucker importierten und in den darauf folgend keine größeren Angebote bedingt durch die Importzölle zu erwarten waren. Von Jänner bis Oktober 2009 fielen die Zuckerimporte nach Volumen um 39,8% auf 1,2 Mio. t im Wert von 795 Mio. $. Die Importzölle für Rohzucker werden im Jänner 2010 von derzeit 165 $/t auf 140 $/t gesenkt werden.
Zukunftssektor Biomasse und Biotreibstoff
Russland hätte das Potential einer der führenden Biotreibstoffproduzenten der Welt zu werden, wenn es gelinge die derzeit brachliegenden Agrarflächen und Holzreserven zu mobilisieren. Bei einer Steigerung von 20 Mio. t Getreide könnten jährlich 7 Mio. t Biotreibstoff gewonnen werden. Derzeit laufen 6 Projekte zur Biotreibstoffherstellung. Man rechnet in den nächsten Jahren mit zusätzlichen 25 Projekten. Russische Experten rechnen mit einer Bedarfssteigerung um +50% bis 2030, wobei auch die Lebensmittelnachfrage weiter ansteigen wird. Die politische Orientierung ist vermehrt auf die Produktion im Rahmen der 2. Generation (Biomasse aus Holz) bzw. Zuckermelasse ausgerichtet.
Aktuelle Tierische Produktion
Mit Ende September 2009 betrug der Bestand an Rindern 21,9 Mio. Stück (97,6 % zum Vorjahr) inklusive 9,2 Mio. Stück Kühe (97,4 %), 18,8 Mio. Stück Schweine(+6,1%), 24,8 Mio. Stück Schafe und Ziegen (104,0 %), 314,4 Mio. Stück Geflügel (9,6 %). Die Eierproduktion von Jänner bis August 2009 betrug 26.6 Milliarden Stück (103, 7% zum Vorjahr). Im Jahr 2009 betrug das Gesamtschlachtgewicht (lebend) inklusive Geflügel 5.4 Mio. Tonnen (einen Anstieg um +6,5 % zum Vorjahr). Im letzten Jahr verzeichnete die Geflügelzucht ein Wachstum von +15,4% (bzw. +250 000 t Lebendgewicht) auf 1,874 Mio. t, trotz steigender Importe.Die Milchproduktion verzeichnete einen Rückgang um -0,5% und betrug 22.9 Mio. Tonnen.
Die russische Schweineproduktion soll nach aktuellen Plänen des Verbandes der russischen Schweinehalter bis zum Jahr 2012 um etwa ein Drittel gegenüber dem Niveau von 2008 gesteigert werden. Bis zum Jahr 2020 ist eine Verdoppelung gegenüber dem derzeitigen Niveau vorgesehen. Dazu sollen zukünftig die Importe lebender Schlachtschweine reduziert werden.
Russland ist der zweitwichtigste Exportmarkt für österreichische Zuchtrinder.
Während im Jahr 2002 noch 564 Stück exportiert wurden, waren es im Jahr 2006 bereits 3857 Stück. Russland ist für Österreich mit 21,13% Tieren aller Zuchtrinderexporte der zweitgrößte Markt hinter Italien (27,16%). Gute Möglichkeiten ergeben sich damit aber auch für österreichische Anbieter im Bereich der Fütterung, der Fütterungstechnik, des Stallbaues und bei Beratungsdiensten in der Tierzucht.
Programm für die Milchproduktion
Mit dem Föderalen Gesetz Nr. 88 vom 12. Juni 2008 über die „Technische Verordnung über Milch und Milchprodukte“ werden Vorschriften über die Sicherheit bei der Produktion, Lagerung, Verkauf und Vertrieb von Milch- und Milchprodukten sowie eine Terminologie, Verpackung, Beschriftung, inklusive der Angabe der Inhaltsstoffe für die Konsumenten festgelegt. Weiters beinhaltet das neue Gesetz Vorschriften über die Kennzeichnung sowie standardisierte Normen bei Produktion, Lagerung, Transport, Verkauf und Entsorgung.
Der Milchkonsum betrug im Jahr 2007 270 kg pro Person, verglichen mit dem mit 250 kg im Jahr 2006. Im Rahmen eines zusätzlichen längerfristigen Programms für Milchprodukte sollen die im Nationalen Prioritären Programm gesetzten Ziele (Steigerung der Milchproduktion um +4,5%) erfüllt werden.
Im Frühjahr 2010 sollen erstmals Interventionen am Milchmarkt vorgenommen werden. Dies soll für Trockenmilch, H-Milch sowie Butter und Hartkäse gelten. Damit soll einerseits der Verfall der Ankaufspreise für Rohmilch verhindert, andererseits unbegründete Steigerungen der Verbraucherpreise für Molkereierzeugnisse vermieden werden. Im Rahmen der ersten Intervention sollen Produkte in einem Äquivalent von 300.000 Tonnen Milch angekauft werden. Diese werden mit einem Kredit der stattlichen Landwirtschaftsbank in der Höhe von 64,1 Mio. € finanziert. Allein für die Lagerung der angekauften Ware sind 6,9 Mio. € erforderlich.
Aufschwung beim österreichischen Export von Zuchtschweinen – Russland liegt an 3. Stelle bei den Drittlandsexporten
Während im Jahr 2005 nur etwa 50 Zuchtscheine geliefert wurden, waren es im Jahr 2006 schon über 700 Stück. Österreich ist am russischen Schweinemarkt konkurrenzfähig und besticht durch maßgeschneiderte Betriebs- und Produktionspakete, auch in der Fütterungstechnik und im Stallbau.
Agro-Industriekomplex
Die gesamte landwirtschaftliche Produktion in allen Betriebstypen gemessen an aktuellen Marktpreisen wird heuer 2,6 Billionen Rubel betragen (-0,8%), nach dem Rekordwachstum im Jahr 2008 mit +10,8 %. Das Wachstum wird im Jahr 2010 um +2,4%, im Jahr 2011 um +2,7% und im Jahr 2012 um +2,5% prognostiziert. Damit wird der Output im Jahr 2012 um 7% höher als im Jahr 2008 eingeschätzt. Im Jahr 2007 konnte die Rentabilität im Sektor um +60 bis 70% gesteigert werden, im Vergleich zum Vorjahr. Damit schreiben heute bereits 70 - 75% aller Landwirte Gewinne.
Fleischproduktion stieg um +13,5 % in den letzten 3 Jahren
In den letzten 3 Jahren (2006 – 2008) konnte die Fleischproduktion (Lebendgewicht für Schlachtung) um +13,5% (inklusive 6,5% im Jahr 2008) gesteigert werden. Die Geflügelfleischproduktion stieg um +15% in den letzten 3 Jahren und die Schweineproduktion um +7%. Damit konnte die Fleischproduktion von 7kg auf 63 kg/Einwohner gesteigert werden.
Die Fleischproduktion wird heuer um +7% auf 6,687 Mio. Tonnen ansteigen ,verglichen zur Vorjahresperiode.
Die Produktion von Halbfertigen Fleischprodukten stieg in dieser Zeitperiode um +7,4% auf 568.000 Tonnen. Die Produktion von Würsten fiel um -9,1% auf 877.000 t ,auch die Dosenfleischproduktion fiel um -16,7% auf 278 Mio. Dosen. Signifikante Wachstumsraten gab es bei Milchprodukten um +2,8% auf 4,3 Mio. Tonnen und auch die Käseproduktion stieg in den ersten 5 Monaten des Jahres 2009 um +9,6% auf 176.000 Tonnen, während die Trockenmilchproduktion um -44,8% auf 18.000 Tonnen fiel. Die Herstellung von Brot und Backwaren fiel um -2,8% auf 2,9 Mio. Tonnen, während ein steigender Mehlabsatz um +3% auf 4,1 Mio. Tonnen von Jänner bis Mai 2009 zu verzeichnen war.
Wachstum bei der Fruchtsaftherstellung und Rückgang der Vodkaproduktion
Russland ist der drittgrößte Fruchtsaftmarkt der Welt. Der russische Fruchtsaftmarkt mit einem Wachstum von +12,9% im Jahr 2007. Das Marktvolumen betrug 3,12 Mrd. Liter, inklusive 135 Mio. Liter Babysäfte. Fruchtsäfte für Kinder unter 3 Jahren verzeichnete das größte Wachstum mit +28%, während Fruchtsaftherstellung für Erwachsene um +9,8% stieg. Die Herstellung von Bier verzeichnete von Jänner bis Mai 2009 einen Rückgang um -7,4% auf 4,3 Mio. Liter, wie auch bei Vodka einen Rückgang um -18,7% auf 388 Mio. Liter. Von Jänner bis Oktober 2009 fielen die Vodkaexporte auf 1,12 Mio. Hektoliter im Wert von 92,7 Mio. $ , verglichen mit 1,27 Mio. Hektoliter im Wert von 107,8 Mio. $ in der Vorjahresperiode.
Hohe Nahrungsmittelpreise - Maßnahmen der Regierung
Die Inflation bei den Lebensmittelpreisen betrug von Jänner bis November 2009 8,4%. Die größten Preisanstiege wurden im ersten Quartal des Jahres bei Obst mit 27%, bei Zucker um 12,7% sowie bei Gemüse mit 11,6% verzeichnet.
Russland importiert 40% des Fleisches und 25% der Milchprodukte. Preissteigerungen am Weltmarkt haben damit ummittelbaren Einfluss auf die nationalen Preise. Die Regierung kündigte an, neben der Einführung von Exportzöllen bei Weizen und Roggen, auch die Importzölle von Milch, Butter und Cottage Käse von 15% auf 5% in den nächsten 6 Monaten zu senken und die parallel dazu die nationale Produktion von Milch und Fleisch weiter zu steigern. Weiters werden Verhandlungen mit der Lebensmittelmärkten über eine Stabilisierung der Preise bis zum 1.1.2008 geführt, um negative soziale Auswirkungen abzufedern. Im Rahmen des „Konzepts der Indikativen Preise“ werden in einem Monitoring die Herstellungskosten für ein Kilogramm Fleisch, einen Liter Milch und eine Tonne Getreide erhoben werden und bei der Preispolitik berücksichtigt. Mit diesem Monitoring sollen Verluste im Sektor vermieden werden und ein profitables Wachstum gewährleistet werden.
Einzelhandel - Höchste Verkaufsvolumen in Europa
Im Jahr 2008 verzeichneten die Moskauer Einzelhandelsketten die höchsten Verkaufsvolumen pro Quadratmeter in Europa. Beispielsweise betrugen die Umsätze im Lebensmittel Hypermarkt „Auchan“ im letzten Jahr 19.000 $ pro Quadratmeter oder im Hypermarkt „Carousel“ verzeichnete man Umsätze von 10.000 $ pro Quadratmeter. Die durchschnittlichen Gewinne im Lebensmitteleinzelhandel liegen bei 4.000 – 5.000 $ pro Quadratmeter, das ist nahezu doppelt so hoch als in Europa. Die höchsten Gewinne verzeichnen die Einzelhandelsgruppe „X5“ mit 10.270 $ pro Quadratmeter und „Diksi“ mit 10.200 $ pro Quadratmeter. Die Gründe sind in der hohen Bevölkerungsdichte in Ballungszentren, den gestiegen Einkommen und den hohen Preisen zu suchen. Während in Europa 3 bis 4 Unternehmen 80% des Marktes beherrschen, decken in Russland die größten Unternehmen, wie etwa die Einzelhandelsgruppe „X5“ weniger als 6% des Marktes ab. Der Anteil von importierten Gütern betrug im Jahr 2007 etwa 47% und im Jahr 2006 ca. 46%. Auf Lebensmittel entfallen 45,9 % der Absätze.
Russland ist ein Wachstumsmarkt und weit entfernt von Marktsättigung. In Russland sind Wachstumsraten von 25% zu verzeichnen, dem gegenüber steht in Europa ein Wachstum von 7 – 10%. Die Zeichen stehen auf Expansion, so wird etwa die „Metro Gruppe“ die Anzahl ihrer Lebensmittelmärkte in Russland spürbar ausbauen.
Steigende Agrarexporte
Russland konnte von Jänner bis Oktober 2009 die Lebensmittelexporte um +38,7% gemessen am Wert steigern, verglichen zur Vorjahresperiode. Hingegen war bei den Importen in derselben Periode ein Rückgang um -17,7% zu verzeichnen. 94,1% der Exportvolumen waren bedingt durch die Getreide, Roggen, Sonnenblumensamen und Sonnenblumenöl. Der Import von frischem und gefrorenen Fleisch verzeichnete in den ersten 10 Monaten des heurigen Jahres einen Rückgang um -24,5% auf 1,01 Mio. Tonnen. Damit fielen die Fleischimporte im Wert auf 3,3 Mrd. $, verglichen zu 4 Mrd. $ in der Vorjahresperiode. Auch die Geflügelfleischimporte verzeichneten einen Rückgang um 25,4% nach dem Volumen und betrugen 815,5 Mio. $, verglichen zu 1,06 Mrd. $ in der Vorjahresperiode.
Der Wert der Agrarimporte nach Russland ist im letzten Jahr auf 33 Mrd. $ gegenüber dem Jahr 2007 um ein Fünftel angestiegen, während die Exporte bei etwa 8 Mrd. $ gleich blieben. Überdurchschnittliche Zuwächse legte der Fleischimport vor. So erhöhten sich die Rind- und Kalbfleischeinfuhren wertmäßig um rund die Hälfte auf 2,7 Mrd. $, während die Schweinefleischeinfuhren um mehr als ein Drittel auf 2,2 Mrd. $ zulegten. Voraussichtlich wird Russland im kommenden Jahr um 31.900 t weniger Schweinefleisch einführen, im Rahmen der Zollunion.
Die gesamten Fleischimporte werden heuer mit 2,5 Mio. t, bei einem prognostizierten Fleischkonsum von 9,1 Mio. t ausmachen. Damit wird heuer ein rückläufiger Anteil der Fleischimporte von 30% auf 25% am Konsum zu verzeichnen sein. Gemäß dem Ziel der „Lebensmittelsicherheits-Doktrin“ soll bis zum Jahr 2012 der Anteil der Fleischimporte am Konsum auf 18,1% reduziert werden und der Anteil der Milchimporte 16,6% der gesamten Produktion ausmachen. Heuer werden voraussichtlich 32,43 Mio. t Milch produziert, wobei 7,1 Mio. t importiert werden, bei einem Milchkonsum von 39,5 Mio. t.
Im Jahr 2008 wurden somit 1,618 Mio. t Fleisch (inklusive Geflügelfleisch) importiert im Wert von 4,9 Mrd. $, das ist im Vergleich zur Vorjahresperiode eine Steigerung um 14,2%. Die Importe von Geflügelfleisch vielen auf 1,287 t im Wert von 1,05 Mrd. $, verglichen zum Jahr 2007 mit 1,34 Mrd. US-Dollar im Wert von 1,34 Mrd. $. Die Importe stiegen bei Butter auf 84.400 t (248,2 Mio. $), von 75.300 t (173,4 Mio. $) im Jahr 2007; bei Trockenmilch auf 18.800 t (58,7 Mio. $) von 13.000 t (53,5 Mio. $) im Jahr 2007. Auch der Import von alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken stieg auf 2,61 Mrd. $, verglichen zum Jahr 2007 mit 2,24 Mrd. $. Die Rohzuckerimporte fielen im Jahr 2008 auf 2,4 Mio. t im Wert von 940,9 Mio. $ von 3,4 Mio. t (1,1 Mrd. $) im Jahr 2007.
Russland - zweitwichtigster europäischer Markt außerhalb der EU
Mit einem Exportvolumen von 192,1 Mio. € (2008) ist Russland für Österreich nach der Schweiz der zweitwichtigste europäische Markt außerhalb der EU. Im globalen Länderranking liegt Russland an 9. Stelle.
Seit dem Jahr 2000 konnten die Agrarexporte Österreichs nach Russland, mit Unterstützung der Initiative „Export 1-24“, um fast 400% zulegen. Trotz der Wirtschaftskrise haben die österreichischen Exporte nach Russland bei Käse (+68%), bei Fruchtzubereitungen (+30%) und bei Würsten (+9%) zugenommen.
Importe - Steigerung bei Bier, Rückgang bei Wein und hochprozentigem Alkohol
Die Importe von hochprozentigem Alkohol fiel von Jänner bis April 2008 um -3,7% auf 51,6 Mio. Liter, auch nach dem Wert war ein Rückgang um -6,7% auf 349 Mio. $ zu verzeichnen. Die Weinimporte fielen um -9,6% auf 181,7 Mio. Liter in den ersten 4 Monaten des Jahres 2008, aber stiegen im Wert um +14,4% auf 256,3 Mio. $. Die Bierimporte hingegen verzeichneten einen Zuwachs um +4,7% auf 112 Mio. Liter und auch nach dem Wert war eine Steigerung um 20,4% auf 56 Mio. $ gegeben.
Zollunion, WTO
Basierend auf den Entscheidungen Nr. N 18 vom 27. November 2009 des Zwischenstaatlichen Rates der EurAsEC und Entscheidung Nr. N 130 der Zollunionskommission wird eine Zollunion zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan angestrebt. Im Rahmen der 25. Sitzung des Zwischenstaatlichen Rates der EurAsEC am 11. Dezember 2009 wurden zahlreiche Vereinbarungen angenommen, unter anderem über die gegenseitige Anerkennung der Zertifizierungsstellen, Testlabors, sowie über Veterinär Maßnahmen und Pflanzenquarantäne.
Vereinbarung über Sanitäre Maßnahmen: http://tsouz.ru/MGS/mgs-11-12-09/Pages/mgs25-28.aspx
Vereinbarung über Veterinäre Maßnahmen: http://tsouz.ru/MGS/mgs-11-12-09/Pages/mgs25-29.aspx
Vereinbarung über Phytosanitäre Maßnahmen: http://tsouz.ru/MGS/mgs-11-12-09/Pages/mgs25-30.aspx
Im Rahmen der 16-jährigen Betrittsverhandlungen Russlands zur WTO wird unter anderem die Position vertreten, dass zukünftig jährlich 9,2 Mrd. $ für die Landwirtschaftsförderungen aufgebracht werden müssen. Dabei handle es sich um Maßnahmen die zur Unterstützung der Produktion ausgerichtet seien und für die Umsetzung der Agrarpolitik, im Sinne der Entwicklung des Agrarsektors und der Lebensmittelsicherheit unumgänglich erscheinen.
OECD
Der formelle OECD-Aufnahmeprozess wurde eingeleitet. Die aktive Verhandlungsphase beginnt nach der Übersendung eines Memorandums über die russische Wirtschaftspolitik und könnte etwa 2 Jahre dauern, bis die Mitglieder eine Entscheidung über die Aufnahme treffen.
Fischereipolitik
Die Regierung plant den Ertrag der Fischereiprodukte auf 4,5 Mio. t bis zum Jahr 2010 zu steigern. Ziel der Staatlichen Fischereikommission ist es, basierend auf dem Regierungsbeschluss vom 16.2.2008 über die Förderung der nationalen Verarbeitung von Fischereiprodukten, Vorschläge zur Reduktion der Fangquoten für ausländische Unternehmer vorzulegen. Die Empfehlungen sollen dann als Basis für die Quotenverhandlungen für ausländische Fangflotten für die Jahre 2008 bis 2009 gelten.
In den ersten 6 Monaten des Jahres 2009 konnten die Anlandungen um +7% (101.600 Tonnen) auf 1,5 Mio. Tonnen gesteigert werden.
3.004 Fischereifahrzeuge sind derzeit in der Russischen Föderation registriert. In der „ökonomischen Zone“ werden die Anlandungen von 519 Fischereifahrzeugen verzeichnet, inklusive 52 in der Arktis, 24 in der Kaspischen See und 443 in Fernost. Weitere 110 Schiffe haben Lizenzen in ausländischen Hoheitsgebieten.
Forstwirtschaft
Mit 22% (1,2 Mrd. Hektar) am Weltwaldanteil besitzt Russland die größten Holzreserven (82,1 Mrd.m3 auf 776,1 Mio. ha) der Welt.
Stehende Holzreserven: 82,3 Mrd. m3 ; durchschnittliche Bewaldungsdichte: 45,4%; Hiebsatz: 519,4 Mio. m3 ; Einschlag: 127 Mio. m3 ; Rundholzexport: 41,8 Mrd. m3 ; Wiederaufforstung: 796 700 ha; Waldbrand: 442 200 ha (1,6 Mio. ha im Jahr 2003);
Prioritäten in der Forstwirtschaft:
+ Strategie für den Forstindustriekomplex bis zum Jahr 2020
+ Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags
+ Implementierung des „Forest Code“
Investoren werden zahlreiche Begünstigungen geboten, wie Verpachtungen ohne Auktionen oder Förderung von bis zu 50% der Kapitalzinsen bei Krediten. Der Investitionsfond wird 28 Mio. € zur Entwicklung der Holzindustrie in den Regionen zur Verfügung stellen, dabei soll dem Neubau von Forststraßen Priorität eingeräumt werden.
Umwelt
Ministerium für Natürliche Ressourcen und Ökologie der Russischen Föderation
Minister Yuri TRUTNEV
Bolshaya Gruzinskaya Per. 4/6
123995 Moskau
Tel.: +7- 495- 252 0300
Fax: +7- 495- 254 8283
http://www.mnr.gov.ru/
Prioritäten der Umweltpolitik
Verfassungsmäßige Verankerung des Rechts des Bürgers auf eine gesunde Umwelt im Jahr 1993.
+ Mittelfristiges Wirtschaftsentwicklungsprogramm der Russischen Förderation:
- Ausbau ökonomischer Anreize für Umweltschutz
- Verursacherprinzip
- Förderung ressourcen- und energiesparender Techniken
+ Umweltbilanzstudie und Vorlage eines Berichts an die Regierung im Juli 2006
+ Soziales und wirtschaftliches Entwicklungsprogramm (Reduktion der Treibhausgase)
Vom 18. -19. Juni 2007 fand unter der Leitung von Bundesminister Josef Pröll mit 17 österreichischen Umwelttechnologieunternehmen eine Präsentation im Rahmen der „Exportinitiative Umwelttechnologie“ in St. Petersburg statt. Es fanden Gesprächstermine mit über 150 russischen Unternehmen sowie mit den zuständigen Gouverneuren statt.
Internationale Zusammenarbeit
+ Partnerschafts- und Kooperationsabkommen EU-Russland (seit 1997)
+ TACIS-Programm der EU
+ Nordeuropäische Umweltpartnerschaft zur Entsorgung von nuklearen Abfällen
Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung und Handel der Russischen Föderation
Minister Elvira Nabiullina
Tverskaya-Yamskaya Per. 1
125993 Moskau
Tel.:+7 (495) 200-0353
Fax: +7 (495) 251-6965
http://www.economy.gov.ru
Kimapolitik
Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch Russland im November 2004. Mit dem Ziel der Implementierung des UNFCCC/Kyoto-Protokolls bis Ende 2006 wurden Verordnungsvorschläge über Registrierung, Inventur und Joint Implementation ausgearbeitet. Dem Anstieg der Treibhausgase soll mit verringerter Energieintensität (75% im Transport) entgegengesteuert werden. Der Handel von Emissionszertifikaten soll zur Mobilisierung von Kapital für Umweltschutzmaßnahmen beitragen.
Am 23. April 2009 wurde in einer Regierungssitzung der Russischen Föderation die Klimadoktrin angenommen und wird dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt. Die Klimadoktrin kann als politische Erklärung Russlands zur Klimaänderung gesehen werden und wurde in Auftrag des Präsidenten und der Regierung in Verbindung mit den Verpflichtungen zur UNFCCC erstellt.
Detaillierte Brachenberichte
Brachenberichte können bei der Agrar- und Umweltabteilung an der Österreichischen Botschaft in Moskau zu den folgenden Themen angefordert werden:
Nr. 1: Der Agrarindustriekomplex der Russischen Föderation
Nr. 2: Tierzucht, Fleisch und Fleischwaren der Russischen Föderation
Nr. 3: Der Zuckermarkt der Russischen Föderation
Nr. 4: Der Getreidemarkt der Russischen Föderation
Nr. 5: Milch und Milchprodukte der Russischen Föderation
Nr. 6: Umweltprogramm der Russischen Föderation
Nr. 7: Energieeffiziente Wirtschaft der Russischen Föderation
Nr. 8: Das Staatliche Programm zur Entwicklung der Landwirtschaft, Marktregulierung der landwirtschaftlichen Produktion, der Rohstoffe und der Nahrungsmittel von 2006 - 2012
Nr. 9: Entwicklungstendenzen der letzten Jahre im Agrarindustriekomplex der Russischen Föderation
Termine
Austrian Showcase „Österreich. Geschmack der Natur!“
Im Rahmen des Austrian Showcase „Österreich. Geschmack der Natur!“ konnten Österreichische Getränke- und Lebensmittelproduzenten im Rahmen der „Exportinitiative“ des Lebensministeriums und der WKO ihre Produkte von 23. – 24. September 2009 in Moskau erfolgreich präsentieren. Unter der Leitung von Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich konnte eine gute Basis für neue Geschäftskontakte sowie der Ausbau einer weiteren erfolgreichen Zusammenarbeit geschaffen werden. Im Rahmen eines bilateralen Gesprächstermins zwischen Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich und der Landwirtschaftsministerin der Russischen Föderation, Elena Skrynnik wurde vereinbart ein neues Memorandum zur Förderung der Kooperation im Bereich der Land- und Forstwirtschaft in Wien zu unterzeichnen.
Landwirtschaftsmesse „Goldener Herbst 2009“
Von 8. - 12. Oktober 2009 fand in Moskau die Landwirtschaftsmesse „Goldener Herbst“ statt. Etwa 70.000 Besucher, davon 5.600 ausländische Besucher und 1.505 Firmen auf 55.000 m2 Ausstellungsfläche, davon 260 ausländische Firmen besuchten die Landwirtschaftsmesse. 65% der Besucher waren Fachpublikum aus weltweit 30 Ländern. Die österreichischen Aussteller rund um die Tierhaltung präsentierten sich mit einem eindrucksvoll gestalteten Österreichstand, erfolgreichen Events, wie dem „Österreich Empfang“ und einem gelungenen Fachseminarbeitrag sowie einer Auswahl österreichischer Lebendrinder dem Fachpublikum.
23.12.2009, Lebensministerium III/1


